Das sprechende Wappen

Das Wappen der Gemeinde Döllach ist ein sprechendes Wappen und bringt die historischen und natürlichen Gegebenheiten der Gemeinde durch die in ihm enthaltenen Bildelemente zum Ausdruck. Der goldene Zweiberg mit dem von ihm gebildeten Taleinschnitt spielt sowohl auf den einstigen Goldbergbau des Mölltales, als auch auf die Bedeutung des Namens „Döllach“ (slow. Dolja – bei denen im Tal) an. Auf den einstigen Goldbergbau, dessen Hauptort und Zentrum Döllach, im ganzen Großkirchheimer Bergwerkbezirk war, weist auch das Bergwerkzeichen hin, mit dem der eine Berg belegt ist. Ebenso trifft dies für die Hauptfigur des Wappens, die Silhouette des Schlosses Großkirchheim in Döllach zu, das von der Gewerkenfamilie der Putzen erbaut wurde und in der Blütezeit des Edelmetallbergbaues im Mölltal, Sitz der Herrschaft Großkirchheim und des Gewerken war.

Das heutige Wappen

Das heutige Wappen

An dieses aus Augsburg stammende Gewerkengeschlecht erinnern im Wappen auch die drei goldenen Rosen im roten Schildhaupt und die drei Heckenrosenfrüchte, mit welchen der rechte Berg belegt ist. Die drei wilden Rosenblüten im Bindenschild des Wappens und die drei Hagebuttenfrüchte sollen auf die 5 Söhne von Melchior Putz, den Älteren Bezug genommen haben. Wieso jedoch nur drei Rosen und nicht fünf im Wappen vorhanden sind, ist ungeklärt. Es besteht auch die Möglichkeit, dass vom Kaiserhaus bewusst die wilden Rosenblüten und Hagebutenfrüchte gewählt wurden, weil das Geschlecht der Putzen evangelisch war und die Hagebutte auch Lutherblume genannt wurde.