Schulgeschichte

Obwohl im Kloster Döllach schon 1760 der Hauswirtschaftsunterricht für Mädchen aufgenommen wurde, hat es bis zur gesetzlichen Schulregelung noch einige Zeit gedauert. 1774 ordnete die Kaiserin Maria Theresia an, dass an allen Orten, wo sich eine Pfarrkirche oder eine weiter von der Pfarrkirche entfernte Filialkirche befindet Trivialschulen entstehen sollen. Damit waren Schulen gemeint in denen lesen, schreiben und rechnen gelehrt wird. So sind im Oberen Mölltal die Schulen in Heiligenblut, Sagritz, Mörtschach und Winklern entstanden. Der Schulbesuch war aber nur für Knaben in diesen Schulen vorgesehen. 1830 wurde die Knabenvolksschule vom Messnerhaus in Sagritz in das Entacherhaus verlegt.

Das alte Schulgebäude

1869 erfolgte die Erlassung des Reichsvolksschulgesetzes, mit dem der Besuch der Volksschule für Knaben und Mädchen Pflicht wurde. 1906 wurde in Döllach der Unterricht im heutigen Gemeindamt aufgenommen. Dort stand früher der „Staller Kasten“. 1952 Eröffnung der einzügigen Hauptschule in Winklern. Nur die Kinder von Winklern waren zum Hauptschulbesuch verpflichtet. Für die Kinder aus den anderen Gemeinden von Stall bis Heiligenblut war er freiwillig. 1977 wurde in Winklern die neue Hauptschule eröffnet. Bis zum Jahr 1974 fand der Unterricht im alten Schulgebäude in Döllach gleich neben der Kirche statt. Das linke Bild stammt aus dem Jahr 1965 und stellt ein Klassenzimmer im alten Gebäude dar.

Klassenzimmer im Jahr 1965

Die neue Schule wurde von 1972 bis 1974 erbaut und im September 1974 eröffnet. Seit 1990 befindet sich auch der Kindergarten im Erdgeschoss der Schule. Das Schulgebäude wurde 2004/2005 umgebaut und erhielt eine neue Fassade und einen neuen Turnsaal, der seit Februar 2005 fertiggestellt ist. Der sich im Schulhaus befindliche alte Gymnastikraum ist nun Probelokal der Trachtenkapelle Großkirchheim.