Markt Döllach

Dass Döllach tatsächlich Markt gewesen ist beweisen das Gemälde vom Markt Döllach von 1685, Meister unbekannt, auf Schloss Hochosterwitz. Auch im Bild von Valvasor wird Döllach als Markt genannt, gemalt etwa 1700 (Provinzialoberin). Etwa um dieselbe Zeit 1480 wie das Berggericht Großkirchheim dürfte wohl auch die Erhebung von Döllach zum Markt anzusetzen sein. Sie, kann man vermuten, hing sicher mit dem großen Aufschwung des Gebietes durch den Goldbergbau zusammen. Die Markterhebung kann aber auch schon mit der Aufstellung des Landgerichtes erfolgt sein. Sicher ist, dass Döllach ein Markt war, aber von wann bis wann kann man leider nicht mehr feststellen. Sicher muss man auch zwischen Erhebung zum Markt und dem Marktrecht unterscheiden. Das Marktrecht besitzt Döllach heute noch. Nach dem 2. Weltkrieg war an der Klostermauer noch das Marktrechtzeichen angebracht. Hand mit Schwert. Bis etwa 1965 fanden in Döllach noch 4 Märkte statt, bei denen auch Rinder und Pferde aufgetrieben wurden. Heute sind es nur noch 2 Krämermärkte – erster Adventsonntag und Kalter Kirchweihsonntag. In Winklern fand bis in die 70er Jahre das Hauptmarktereignis des Oberen Mölltales statt – der Oktobermarkt. Er wurde jeweils am 7. Oktober abgehalten. War dies ein Sonntag, dann am Montag darauf. Durch die in den 70er Jahren eingeführten Viehversteigerungen fiel der Oktobermarkt weg. 1786 soll von den Verantwortlichen des Marktes Döllach der Marktstatus freiwillig aufgegeben worden sein, weil sich die nach dem Niedergang des Goldbergbaues verarmte Gemeinschaft dadurch Steuern ersparen konnte.