Gemeinde St. Stefan im Gailtal

Volksschule

Volksschule Großkirchheim

Das ist unser Leitbild
  • Wir wollen die Kinder durch Methodenvielfalt zum selbstständigen Wissenserwerb befähigen.
  • Die persönliche Entwicklung unserer Schüler/innen und die Förderung der unterschiedlichen Begabungen sind uns wichtig.
  • Wir gehen miteinander respektvoll, gewaltfrei und verantwortungvoll um.
  • Wir fördern besonders die musikalischen Fähigkeiten.
  • Als Nationalparkvolksschule fördern wir das Lernen von der Natur, mit der Natur und in der Natur.
  • Es ist uns ein großes Anliegen, dass die körperliche Gesundheit vielfältig unterstützt wird.
  • Wir sind bemüht, gemeinsam mit den Schüler/innen eine ansprechende Lernumgebung zu gestalten.
Kontakt:  Volksschuldirektorin Hemma Suntinger
Adresse: Döllach 130, 9843 Großkirchheim
Tel.: +43 (0) 4825 312
E-Mail.:  direktion@vs-grosskirchheim.ksn.at


Die neue Schule liegt mitten im Hauptort Döllach und wurde von 1972 bis 1974 erbaut und im September 1974 eröffnet. Seit 1990 befindet sich auch der Kindergarten im Erdgeschoss der Schule. Das Schulgebäude wurde 2004/2005 umgebaut und erhielt eine neue Fassade und einen neuen Turnsaal, der seit Februar 2005 fertiggestellt ist. Der sich im Schulhaus befindliche alte Gymnastikraum ist nun Probelokal der Trachtenkapelle Großkirchheim.

Im Zeitraum von Juni 2018 bis Oktober 2018 erfolgte die komplette Innensanierung des Schulgebäudes. In dieser Zeit fand der Unterricht im Ersatzquartier in den Räumlichkeiten der ehemaligen Haushaltungsschule im Kloster Döllach statt. Seit 5. November 2018 werden unsere Schulkinder wieder im neu renovierten Schulgebäude unterrichtet.

Die Klassenzimmer, der Kreativraum und der Raum für die schulische Tagesbetreuung befinden sich im 1. Stock. Die Direktion, das Lehrerzimmer, der Medienraum der gleichzeitig als Aula und Schulküche genutzt wird und die Garderoben liegen im Erdgeschoß. Auch eine Gruppe des Kindergartens befindet sich im Erdgeschoß, die zweite Kindergartengruppe ist im Kellergeschoß untergebracht. Die Klassenzimmer sind mit jeweils 4 Schüler-PCs und interaktiven Schultafeln mit Dokumentenkameras und 16 iPads für die Hand der Schülerinnen und Schüler ausgestattet. Die Ausstattung des Kreativraumes für textiles und technisches Werken wurde auf den neuesten Stand gebracht. Der Gang im 1. Stock ist mit Leseoasen und reichlich Lesematerial ausgestattet. Das umfangreiche Musikinstrumentarium befindet sich im Medienraum, der gleichzeitig als Aula genutzt wird. In diesem Raum wurde auch eine topaktuelle Schulküche mit hochwertigem Inventar integriert. Der große Turnsaal bietet den Schülerinnen und Schülern viel Platz für Spiele und für sämtliche sportliche Aktivitäten. In den Pausen können sich die Kinder im großen Schulgarten bewegen und spielen. Der Schulgarten wurde ebenfalls mit vielen neuen Spielgeräten bestückt. Eine spezielle Besonderheit ist das im Schulgarten integrierte Labyrinth.


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1. Klasse - Carina Steiner


2. Klasse - Laura Hofer


3. Klasse (3. + 4. Schulstufe) - Clemens Weiler


Die schulische Nachmittagsbetreuung wird von Kathrin Wallner geleitet.

Jeweils von Montag bis Mittwoch von 11:30 bis 16:30 Uhr.


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Obwohl im Kloster Döllach schon 1760 der Hauswirtschaftsunterricht für Mädchen aufgenommen wurde, hat es bis zur gesetzlichen Schulregelung noch einige Zeit gedauert. 1774 ordnete die Kaiserin Maria Theresia an, dass an allen Orten, wo sich eine Pfarrkirche oder eine weiter von der Pfarrkirche entfernte Filialkirche befindet Trivialschulen entstehen sollen. Damit waren Schulen gemeint in denen lesen, schreiben und rechnen gelehrt wird. So sind im Oberen Mölltal die Schulen in Heiligenblut, Sagritz, Mörtschach und Winklern entstanden. Der Schulbesuch war aber nur für Knaben in diesen Schulen vorgesehen. 1830 wurde die Knabenvolksschule vom Messnerhaus in Sagritz in das Entacherhaus verlegt.

1869 erfolgte die Erlassung des Reichsvolksschulgesetzes, mit dem der Besuch der Volksschule für Knaben und Mädchen Pflicht wurde. 1906 wurde in Döllach der Unterricht im heutigen Gemeindamt aufgenommen. Dort stand früher der „Staller Kasten“. 1952 Eröffnung der einzügigen Hauptschule in Winklern. Nur die Kinder von Winklern waren zum Hauptschulbesuch verpflichtet. Für die Kinder aus den anderen Gemeinden von Stall bis Heiligenblut war er freiwillig. 1977 wurde in Winklern die neue Hauptschule eröffnet. Bis zum Jahr 1974 fand der Unterricht im alten Schulgebäude in Döllach gleich neben der Kirche statt. Das linke Bild stammt aus dem Jahr 1965 und stellt ein Klassenzimmer im alten Gebäude dar.

Die ältesten Aufzeichnungen in der Schulchronik der Volksschule stützen sich auf die mündliche Überlieferung. Niedergeschrieben hat sie der Lehrer und Schulleiter Anton Koban, welcher von 1866 bis 1896, also 30 Jahre, in Döllach wirkte. So heißt es da wörtlich:
“Der in Sagritz lebende, bereits 80 Jahre alte Herr Johann Pirker, weiß folgendes anzugeben: Mein Großvater gleichen Namens sei als geprüfter Lehrer an der damaligen Trivial Schule (Lesen, Schreiben, Rechnen) zu Sagritz im Jahre 1746 angestellt worden, in Verbindung mit dem Organisten- und Messnerdienste“. Der Umfang der damals gegründeten Schule hat sich neben dem Schulort Sagritz auch auf die Ortschaften Mitteldorf, Göritz, Zirknitz, Allas, Döllach, untere Mitten, Putschall, Egg, Kraß, Ranach, Winklsagritz und Stampfen ausgedehnt. Besucht wurde diese Schule nur von den Knaben der genannten Wohnungen, denn die Mädchenschule war im Kloster zu Döllach.
Dem Großvater Johann Pirker folgte um 1785 ein gleichnamiger Sohn als Lehrer. Auch dieser versah den Organisten- und Messnerdienst der Pfarrkirche. Als Dotation hatte er von jedem schulbesuchenden Kind 40 Kreuzer für den Winterkurs zu fordern. Die Schulaufsicht hatte in dieser Zeit der Dechant von Obervellach.
Um 1810 etwa folgt dem zweiten Koch der dritte Johann Pirker als Organist, Messner und Lehrer, eben der erzählende Enkel, der “Achtzigjährige“. Mit dem letzten Johann Pirker endete die Knabenschule in Sagritz.
Michael Dünhofen, zog, aus nicht mehr bekannten Gründen von Sagritz nach Döllach. Der erste Lehrer war nun Herr Johann Reiter bis zum Jahre 1852. Zu dieser Zeit war die Schule im Hause „Entacher“ und später kam sie ins Messnerhaus (Benefizium). Zu Allerheiligen 1852 wird Herr Franz Fercher Lehrer der Knabenschule in Döllach. Zugleich ist er Organist und Messner von Sagritz und Döllach. Als Lehrer erhält er über Antrag des Dechants Josef Linser und Pfarrer Franz Xaver Weber, ein Jahreseinkommen von 73 Gulden 59 Kreuzer durch die Schulgemeinde.


Die Mädchenschule wurde fast gleichzeitig mit dem Bethaus oder Jungfrauenkloster im Jahre 1757 gegründet. Die Gründerin dieser Schule war die Stifterin des Klosters Maria Schober, Tochter des Max Schober, Gutsbesitzer zu Döllach. Diese hat das Kloster mit ihrem Vermögen erbaut und dasselbe am 08.10.1757 mit drei Töchtern ihrer älteren Schwester bezogen und eröffnete in der heizbar hergerichteten Wohnstube eine Schule. Es wurde Lesen, Schreiben, Rechnen und Handarbeiten unterrichtet und zwar unentgeltlich. Der Stifterin folgte als weitere Lehrerin Maria Mannhart, hernach Anna Maria Socher, darauf Elisabeth Entacher volle 30 Jahre.

1846 wurde die Klosterschule neu erbaut. “Die vormals gewesenen Jungfrauen ließen sich 1852 einkleiden und somit wird das Kloster eine Filiale des Mutterhauses Kaltern in Tirol. Fast 80 Mädchen besuchten zu dieser Zeit die Klosterschule der Schulschwestern. Es war eine Privatschule und erhielt 1884 das Öffentlichkeitsrecht. Im selben Jahr wurde in Apriach eine Expositur errichtet, wo der Aushilfslehrer Ambros Troier die 40 Schüler der einklassigen Schule betreute. Ebenfalls 1884 erwirkte der damalige Bürgermeister von Döllach, Herr Balthasar Sauper, Postwirt, den Erwerb des k.u.k. Getreide oder Schüttkastens mit der dazugehörigen Grundparzelle zum Zwecke eines künftigen Schulhauses. Um die beiden Klassen (Knaben und Mädchen), die inzwischen gemeinsam im Benefizium (Messnerhaus) untergebracht waren, dort zu halten, bemühte sich der Hw. Pfarrer Albert Frank um eine bischöfliche Bewilligung zur Errichtung eines dritten Schulzimmers in der genannten Baulichkeit. Die Kirche hat dem Ansuchen stattgegeben und auch der k.u.k. Landesschulrat willigte ein. So wurde für die „schwächeren“ Kinder der 1. und 2. Abteilung eine eigene Klasse errichtet. Mit dem Unterricht wurde 1885 eine Schulschwester betraut. 1896 scheidet der Schulleiter Anton Koban aus dem Schkuldienste. 1897 übernimmt Johann Forcher die Leitung, Gesamtschülerzahl 168. 1902 ist der Bau des neuen Schulhauses perfekt und 1903 wird mit dem Schulhausneubau begonnen.